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Betriebsweise

Die Betriebsweise in der Imkerei beschreibt die Art und Weise, wie ein Imker oder eine Imkerin die Bienenhaltung organisiert – also wie Völker gepflegt, geführt und Honig geerntet werden. Hier sind die wichtigsten Fakten und Grundprinzipien:

 

🐝 Grundlagen der Betriebsweise in der Imkerei

  1. Definition
    Eine Betriebsweise ist eine strukturierte Vorgehensweise, die alle Arbeitsabläufe im Bienenjahr umfasst – vom Aufbau des Volkes im Frühjahr bis zur Einwinterung im Herbst.
     

  2. Ziel
    Die Betriebsweise verfolgt verschiedene Ziele, z. B.:

    • Gesunde und vitale Bienenvölker

    • Nachhaltige Honiggewinnung

    • Schwarmvermeidung oder Schwarmkontrolle

    • Bienengerechte Haltung


🧰 Zentrale Elemente einer Betriebsweise

  1. Beutensystem (Beute = Bienenbehausung)
    Es gibt unterschiedliche Systeme, z. B.:

    • Zander, Deutsch Normalmaß (DN), Langstroth, Dadant (besonders bei naturnaher Bienenhaltung beliebt)

    • Die Wahl des Systems beeinflusst Handhabung und Eingriffe am Volk

  2. Brutraum und Honigraum

    • Brutraum: Hier lebt das Volk, die Königin legt Eier, Bienen werden aufgezogen.

    • Honigraum: Dient der Honiglagerung und wird meist über Absperrgitter vom Brutraum getrennt, damit keine Brut in den Honig kommt.
       

  3. Schwarmkontrolle
    Ein zentraler Teil jeder Betriebsweise ist die Vorbeugung oder Nutzung des natürlichen Schwarmtriebs, z. B. durch:

    • Ablegerbildung

    • Brutentnahme

    • Drohnenrahmen schneiden 

  4. Varroabekämpfung
    Jeder Imker muss seine Völker gegen die Varroamilbe behandeln – mit organischen Säuren (z. B. Ameisen-, Oxalsäure) oder biotechnischen Methoden.


📆 Typische Eingriffe im Jahreslauf

  • Frühjahr: Auswinterung, Futterkontrolle, Erweiterung des Brutraums

  • Frühsommer: Schwarmkontrolle, Honigraum aufsetzen, erste Honigernte

  • Spätsommer: zweite Honigernte, Varroabehandlung, Auffütterung

  • Herbst: Einwinterung, letzte Kontrolle

  • Winter: Ruhezeit, ggf. Oxalsäurebehandlung gegen Milben

 

🌱 Naturnahe Betriebsweisen

Einige Imker arbeiten besonders bienenschonend, z. B. in der:

  • Wesensgemäßen Bienenhaltung (z. B. mit Einraumbeuten oder Top Bar Hives)

  • Demeter-Imkerei (anthroposophisch orientiert, keine künstliche Königinnenzucht)

  • Fokus liegt hier auf dem Bien als lebendigem Organismus, nicht nur als Honiglieferant


Was bei uns im Verein immer mehr kommt ist die Betriebsweise „Varroaresistenzzucht mit nur einem und angepassten Brutraum“. Diese Art stärkt die Bienenvölker und macht diese stärker gegenüber Schädlingen wie z.B. die Varroa Milbe.


 

Bienenstöcke auf einer Blumenwiese
Bienenstöcke am Stand von Rado
Gemeinsame Kontrolle eines Bienenstocks